Fantypologie der deutschen Bundesliga

18.08.2017

Bayern, BVB und Schalke mit größten Fanlagern – Jeder dritte Deutsche „leidenschaftlicher“ Fan

Fantypologie der deutschen Bundesliga

Fußball-Rekorde? Die sammelt der FC Bayern nicht nur auf dem Spielfeld. Auch in Sachen Fanbase stehen die Münchner ganz vorne in der Tabelle: 6,2 Millionen Fans verhelfen dem Rekordmeister zu Platz 1 im Fan-Ranking, auf dem zweiten Platz folgt der BVB (4,5 Mio.). An dritter Stelle rangiert Schalke 04 (1,1 Mio.). Damit hat hierzulande keine Sportart so viele Anhänger wie der Fußball. Insgesamt jeder zweite Bundesbürger interessiert sich zumindest für einen Bundesliga-Verein – jeder vierte hat eigenen Angaben zufolge sogar eine besonders enge Verbindung zu seinem Lieblingsclub.


Das sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie von Carat, der Media-Agentur des Dentsu Aegis Network. Für die repräsentative Studie befragten die Kommunikationsexperten insgesamt 10.000 Deutsche im Rahmen ihrer internationalen Markt-/Media-Studie „Consumer Connection Study“ (CCS). In einer Nachbefragung wurden 6.000 Fußballbegeisterte identifiziert und anschließend den Fantypen aller 18 Bundesligavereine – der Manische, der Leidenschaftliche, der Affine, der Sympathisant – zugeordnet.


Fan ist nicht gleich Fan, aber Leidenschaft dominiert


Fan ist nicht gleich Fan – das legt vor allem die Analyse der verschiedenen Fantypen der deutschen Bundesliga offen*: Betrachtet man die Zahlen, formieren die Leidenschaftlichen (37 Prozent) die stärkste Mannschaft. Darauf folgen die Sympathisanten (29 Prozent) und die Fußball-Affinen (13 Prozent). „Fußball ist unser Leben“, das gilt für 11 Prozent der Befragten. Die als manisch klassifizierten Fans sind damit nicht nur die lauteste Fan-Gruppe, sondern auch die kleinste. Diese vier Gruppen unterscheiden sich aber nicht nur in ihrer Leidenschaft für das runde Leder, sondern auch in Sachen Markenvorlieben, Mediennutzung und der Freizeitgestaltung.


Sport als Steilvorlage für manische Fans


Geht es um das Thema Sport, hält die manischen Fans nichts mehr auf ihren Stühlen: So sind sie nicht nur besonders fußballbegeistert, verglichen mit anderen Fan-Gruppen zeigen sie sich auch selbst als besonders sportlich. Denn während die Manischen abseits vom Stadion in ihrer Freizeit gerne selbst mal ein Training einlegen (35 Prozent), sitzen die Fußball-Affinen lieber auf der Bank und lesen ein
gutes Buch (35 Prozent). Auch in Sachen digitaler Kompetenz spielen die Maniacs in der Champions League: Ein Großteil von ihnen besitzt ein Smartphone (91 Prozent) und spielt sich gekonnt durch das Social Web – 57 Prozent von ihnen surfen dort täglich. Die Sympathisanten schieben da eine eher ruhigere Kugel: Von ihnen besitzen 75 Prozent ein Smartphone – Social Media spielt nur für 42 Prozent von ihnen eine Rolle im täglichen Leben.


Auch wenn es um Lieblingsmarken geht, sind die Fans eher gespalten: Während die manischen Fans eher für adidas (58 Prozent) Fangesänge anstimmen, liegt bei den Sympathisanten Samsung ganz vorne (54 Prozent). In einem Punkt sind sich aber alle einig: Sponsoren des Lieblingsclubs werden vergleichbaren Marken gegenüber bevorzugt. So kommt beim Autokauf für 13 Prozent der Bayern-Fans nur ein Audi in Frage, während sich in Dortmund nur 8 Prozent für die vier Ringe entscheiden würden.
* 10 Prozent der befragten Fußballinteressierten fühlen sich eher internationalen Klubs verbunden.
Studien-Steckbrief


Im Rahmen der agentureigenen „Consumer Connection Study“ (CCS) des Dentsu Aegis Network befragen die Media-Experten von Carat jährlich 10.000 Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren online zu ihrem Mediennutzungsverhalten und ihren Vorlieben. Für die „Carat Fantypologie“ identifizierte die Agentur 6.000 Fußballfans unter den 10. 000 Befragten und ordnete sie einzelnen Fantypen zu: Der Manische, der Leidenschaftliche, der Affine und der Sympathisant. Die Fantypologie beantwortet Sponsoring- und Werbetreibenden u.a. Fragen zum Fanpotential der Bundesligavereine, zu ihren Einstellungen und Markenpräferenzen sowie zur Wirksamkeit von Sponsoring- und Werbe-Touchpoints im Zusammenspiel.

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